Implantologie & Knochenaufbau
Zahnimplantate brauchen ein stabiles Fundament
Von der Planung bis zum Knochenaufbau – individuell auf Ihre Situation abgestimmt.
Zahnimplantate können einzelne fehlende Zähne, größere Zahnlücken oder umfangreicheren Zahnersatz tragen. Voraussetzung ist ein ausreichend stabiler Kieferknochen.
Bei Mund.Kiefer.Gesicht Bremen übernehmen wir den chirurgischen Teil der Implantatversorgung – von der Diagnostik über einen gegebenenfalls notwendigen Knochenaufbau bis zur Implantation.
Wann kommt ein Implantat infrage?
Implantate können unter anderem eingesetzt werden bei:
- einzelnen fehlenden Zähnen
- größeren Zahnlücken
- Freiendsituationen
- zahnlosen Kieferabschnitten
- unzureichendem Halt von Prothesen
Ob eine Implantation sinnvoll ist, hängt von Knochenangebot, allgemeiner Gesundheit, Mundsituation und geplanter prothetischer Versorgung ab.
Der Weg zum Implantat
- Diagnostik
Wir beurteilen Kieferknochen, Zahnsituation und anatomische Strukturen. - Planung
Die Implantatposition wird auf die spätere Versorgung abgestimmt. - Knochenaufbau – falls nötig
Fehlt ausreichend Kieferknochen, wird geprüft, welches Aufbauverfahren sinnvoll ist. - Implantation
Das Implantat wird in den Kiefer eingebracht und benötigt anschließend Zeit zum Einheilen. - Zahnersatz
Nach der Einheilphase erfolgt die prothetische Versorgung in der Regel durch Ihre behandelnde Zahnarztpraxis.
Wenn Knochen fehlt
Knochenaufbau
Nach Zahnverlust kann sich Kieferknochen zurückbilden. Reicht das vorhandene Knochenangebot nicht aus, kann ein Aufbau notwendig sein.
Je nach Befund kommen beispielsweise infrage:
- Knochenersatzmaterialien
- körpereigener Knochen
- Kombinationen verschiedener Materialien
- kleinere lokale Augmentationen
- umfangreichere rekonstruktive Verfahren
PRF – körpereigenes Fibrin zur Unterstützung der Heilung
Bei ausgewählten chirurgischen Eingriffen kann plättchenreiches Fibrin (PRF) eingesetzt werden. Es wird aus patienteneigenem Blut gewonnen und als ergänzendes Material im Behandlungsgebiet verwendet. Ob das Verfahren sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund und dem geplanten Eingriff ab.
Sinuslift
Im seitlichen Oberkiefer kann die Nähe zur Kieferhöhle dazu führen, dass zu wenig Knochenhöhe für ein Implantat vorhanden ist.
Beim Sinuslift wird der Bereich unter der Kieferhöhlenschleimhaut vorsichtig angehoben und aufgebaut. Je nach Ausgangssituation können Knochenaufbau und Implantation gleichzeitig oder zeitversetzt erfolgen.
Gut zu wissen: Nicht jeder Implantation muss ein Knochenaufbau vorausgehen.
Sofortimplantation
Unter geeigneten Voraussetzungen kann ein Implantat direkt nach der Zahnentfernung eingesetzt werden.
Ob das möglich ist, hängt unter anderem ab von:
- Knochenangebot
- Weichgewebssituation
- entzündlichen Veränderungen
- erreichbarer Primärstabilität
Eine Sofortimplantation ist damit kein Standardverfahren für jede Situation.
Digitale Planung & DVT
Bei komplexeren Situationen kann eine 3D-Röntgenaufnahme mittels DVT helfen, Knochenverhältnisse und anatomische Strukturen räumlich zu beurteilen.
Für Zuweiser
Wir übernehmen die chirurgische Implantation und stimmen die Planung bei Bedarf mit der vorgesehenen prothetischen Versorgung ab.
Periimplantitis & Implantaterhalt
Auch bestehende Zahnimplantate können von Entzündungen betroffen sein. Bei einer Periimplantitis entzündet sich das Gewebe rund um das Implantat, wodurch es zu einem Abbau des umgebenden Knochens kommen kann.
Für die Behandlung stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Mit GalvoSurge können bakterielle Biofilme mithilfe eines elektrolytischen Verfahrens von betroffenen Implantatoberflächen entfernt werden.
Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist und welche Möglichkeiten zum Implantaterhalt bestehen, hängt vom individuellen Befund ab.